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ZIV-Mitglieder und GRS loten Optimierung der Batterierückläufe von E-Bikes aus
In einem gemeinsamen Workshop am 7. Oktober 2025 haben die GRS Service GmbH und der ZIV Maßnahmen für eine optimierte Rücknahme von E-Bike-Batterien diskutiert. Rund 20 Personen von ZIV-Mitgliedsunternehmen versammelten sich in diesem Kontext beim ZIV-Mitglied ADP Engineering GmbH in Dieburg.
Workshop von GRS und ZIV bei ADP.Foto: ZIV

Durch den E-Bike-Boom der vergangenen Jahre sind auch immer mehr Fahrradbatterien in den Umlauf gekommen. Es bleibt eine Herausforderung für die gesamte Fahrradbranche, die Altbatterien nach der Nutzung wieder in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen und ordnungsgerecht zu entsorgen.

Verbindliche Rückgabequoten ab 2028

Laut Vorgaben der Europäischen Union gelten ab 2028 verbindliche Rückgabequoten für die Batterien von Light Electric Vehicles und damit auch für E-Bikes. Eine Rückgabequote von 51 % ist in der EU-Batterieverordnung 2023/1542 festgelegt. Diese bezieht sich auf das Gewicht der im laufenden Jahr gesammelten Altbatterien im Verhältnis zum Durchschnitt der in den drei Vorjahren in Verkehr gebrachten Batterien.

«Die Erfüllung der Quote stellt für unsere Branche eine Herausforderung dar!», betont Katharina Hinse, Leiterin für Wirtschafts- und Industriepolitik beim ZIV. Mit dem vor 15 Jahren von ZIV und der GRS Service GmbH (GRS) ins Leben gerufenen gemeinsamen Rücknahmesystem für Batterien von E-Bikes sei die Branche jedoch bereits sehr gut aufgestellt. Sowohl bei Herstellern als auch flächendeckend im Fachhandel finden sich Sammeltonnen der GRS, durch die die Fahrrad-Akkus sicher zurückgegeben werden können.

Workshop in Räumlichkeiten von ADP Engeneering

Herstellerfirmen und Handel sind als Inverkehrbringer – ähnlich wie in anderen Bereichen auch – verpflichtet, die Akkus zurückzunehmen und sich um deren Entsorgung zu kümmern. Für die Branche kein leichtes Unterfangen, denn ein Großteil der alten E-Bike-Akkus wird in privaten Haushalten vermutet. Nichtsdestotrotz wird die Branche weiter alles unternehmen, um so viele Altbatterien wie möglich einzusammeln – «Akkusammlung: viel, schnell, einfach» war daher auch das Motto des Workshops in den inspirierenden Räumlichkeiten der Marke Rotwild.

Endverbraucher-Umfrage mit TU Dresden

Künftig solle, so das Ergebnis des Workshops, die bestehende Zusammenarbeit mit dem Handel weiter ausgebaut werden. Endkundinnen und Endkunden sollen zudem besser über das Rücknahmesystem informiert, der Rücknahmeprozess weiter optimiert sowie die Datengrundlage zum Verbleib der Akkus deutlich erweitert werden. Mit dem letzten Aspekt befasst sich derzeit eine an E-Bike-Nutzende gerichtete Umfrage der TU Dresden. Ziel der Befragung ist es, mehr über den Verbleib ausgedienter Akkus sowie über das Wissen und die Informationswege der Nutzer rund um Rückgabe- und Entsorgungsmöglichkeiten zu erfahren. Die Ergebnisse sollen helfen, zukünftig gezieltere Informationsmaßnahmen und effektivere Rücknahmestrukturen für Industrie und Handel zu entwickeln.

Hinse betont, dass die die Sammelmenge deutlich gesteigert werden müsste, um die gesetzlich vorgegebenen Sammelziele zu erreichen. Oft sei unklar, was Endverbraucher mit alten und defekten Akkus machen. Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, läuft seit kurzem eine breit angelegte Onlineumfrage der TU Dresden. Diese richtet ich an E-Bike-Nutzende und befragt sie zu ihrem Umgang mit Akkus.

Hier der Link zur Umfrage:

https://bildungsportal.sachsen.de/umfragen/limesurvey/index.php/794775?lang=de

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