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ZIV-Mitgliederversammlung 2026 mit weitreichenden Beschlüssen: Verbandsfusion, neue Messe, neues Kongressformat
Auf ihrer jährlichen Versammlung am 17. April 2026 in Hamburg haben die Mitglieder des ZIV weitreichende Beschlüsse gefällt: Einstimmig erteilten sie der Geschäftsführung den Auftrag zur Vorbereitung des Verbands-Zusammenschlusses mit Zukunft Fahrrad im Jahr 2027. Außerdem wählte die Mitgliederversammlung zwei neue Gesichter in den ZIV-Vorstand und es gab eine Vorschau auf den neuen Branchenkongress im November 2026. Und mit einer neuen Branchenmesse macht der ZIV ernst: Premiere wird im Herbst 2027 sein.
Der neue Vorstand (v.l.): Claus Fleischer, Annalena Horsch, Bernhard Lange, Guido Müller, Britta Sieper, Volker Thiemann und Oliver Venohr  Foto: ZIV / julia-laatsch.de 

Einstimmig haben die ZIV-Mitgliedsunternehmen in Hamburg den Weg für die weitere Vorbereitung des Zusammenschlusses mit Zukunft Fahrrad im Jahr 2027 geebnet. Die beiden Verbände wollen mit der geplanten Fusion Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen und zukünftig mit einer starken Stimme für die Fahrradwirtschaft sprechen.

Damit wird der Name ZIV ziemlich genau 27 Jahre bestanden haben, denn er war seinerseits am 10. Mai 2000 aus einer Fusion des Verbands der Fahrrad- und Motorradindustrie (VFM) und des Verbandes der Fahrradteilehersteller (FTV) hervorgegangen.

Venohr und Horsch neu im Vorstand

Nach der Entlastung von ZIV-Vorstand und -Geschäftsführung wählte die Mitgliederversammlung die neue Verbandsspitze: Neu ins ZIV-Präsidium gewählt wurde Guido Müller (Busch & Müller KG), der seit vielen Jahren im Vorstand mitwirkt – als weitere Präsidiumsmitglieder bestätigt wurden Bernhard Lange (Paul Lange GmbH & Co. KG) und Volker Thiemann (AT Zweirad GmbH).

Dem ZIV-Vorstand gehören mit Annalena Horsch (Coboc GmbH & Co. KG) und Oliver Venohr (Büchel GmbH & Co. Fahrzeugteilefabrik KG) zwei neue Personen an. Annalena Horsch sieht sich als starke Stimme des Mittelstands – sicher mit Fokus auf kleinere Unternehmen, die die Vielfalt der Fahrradbranche sicherstellen. Oliver Venohr wiederum ist ein alter Hase in der deutschen Fahrradwirtschaft, war lange bei Prophete, ehe er 2018 Geschäftsführer bei Büchel wurde. Aufgrund seiner Expertise und weil Büchel als wichtiger Zulieferer einen breiten Einblick ins Marktgeschehen hat, ist Venohr bereits seit Jahren Mitglied im Statistik-Arbeitskreis und damit einer der Garanten für die Verlässlichkeit der Wirtschaftsdaten, die der Verband jährlich herausgibt.

Dem siebenköpfigen Vorstand gehören nach der Wahl sowohl Claus Fleischer (Bosch E-Bike Systems) und Britta Sieper (Puky GmbH & Co. KG) weiter an. Nach 16-jähriger Mitarbeit in Vorstand und Präsidium kandidierte Wilhelm Humpert (Wilhelm Humpert GmbH & Co. KG) nicht erneut, Fabian Auch (Magura Gustav Magenwirth GmbH & Co. KG) zog sich nach 10 Jahren ebenfalls aus der Vorstandsarbeit zurück. Die Verbandsspitze und Mitgliederversammlung dankten beiden für ihr herausragendes Engagement und den enormen Zeiteinsatz, die sie in den Verband und die gemeinsame Zukunftsarbeit für die Fahrradindustrie über die vielen Jahre investiert haben.

Der Nachfolger von Vivaelo heißt „Towards Tomorrow“

Als Nachfolgeformat des Branchenkongresses Vivavelo entwickelten die drei Verbände  ZIV-Mitglieder, Zukunft Fahrrad und VSF das neue Kongress-Format „Towards Tomorrow – Cycling Industry Convention 2026“. Für diesen Konvent gibt es auch schon ein Datum, den 5. November in Berlin Informationen zu Kongressprogramm und Ticketangebot sollen Ende April folgen.

Im Herbst 2027 kommt die neue Fahrradmesse

ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork berichtete außerdem von den Verhandlungen über die Mitwirkung an der Zukunft der Eurobike, die die Verbände für gescheitert erklärten. Es sei kein wirksamer Einfluss der Branche erreicht worden. Der Verband entwickelt daher „notgedrungen, aber motiviert, bis Herbst 2027 eine eigene internationale Leitmesse mit europäischem Footprint.“

Für diesen Entschluss gab es offenbar breite Zustimmung bei den anwesenden Mitgliedern. Damit ist vorauszusehen, dass die Fairnamic GmbH als Ausrichter der Eurobike auch nach 2026 vor einer starken Herausforderung steht.

Einblicke in Hamburgs Fahrrad-Infrastruktur und Ausblicke auf die Alster

Auf dem Weg zum ZIV-Branchentreffen an der Außenalster erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Fahrrad-Infrastruktur der Stadt, die durch das Team der Hamburger Behörde für Mobilität und Verkehrswende stetig ausgebaut wird. Im traditionsreichen Ruderclub Allemannia v. 1866 stellte die Leiterin des Amtes Mobilitätswende Straßen, Kirsten Pfaue, die bisherigen Erfolge und weiteren Pläne dar.

 

 

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