Er führt weiter aus: „Wir sehen viele Anzeichen für eine Normalisierung der Geschäfte unserer Branche ab dem Jahr 2026. Aktuell gilt aber, die wachsenden Umsätze mit etwas Vorsicht zu betrachten.
Verkäufe: zweistelliger Anstieg
Laut ZIV sind die Verkäufe an Endverbraucherinnen und Endverbraucher im deutschen Fahrradmarkt im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bis Ende März wurden 385.000 Fahrräder ohne Motor verkauft (Q1 2024: 350.000, plus 10 Prozent). Der Verkauf von E-Bikes stieg um rund 11 Prozent auf 500.000 Fahrzeuge. Damit wurden insgesamt 885.000 Fahrzeuge verkauft, im ersten Quartal des Jahres 2025 (Q 1 2024: 800.000, plus 10,6 Prozent). Da laut ZIV in den Monaten April und Mai wieder etwas schwächer verkauft wurde, beträgt das Plus zum Vorjahr von Januar bis Ende Mai immerhin noch etwa 5 Prozent.
Die Verkaufsentwicklung der vergangenen Monate habe den Lagerbestand gerade im Handel, aber auch in der Industrie weiter gesenkt. Eine gute bis sehr gute Nachfrage gibt es nach wie vor bei sportiven Fahrrädern, besonders in den Kategorien Rennrad und Gravelbikes. Im Bereich E-Bikes werden elektrisch unterstützte Mountainbikes auch zu Beginn dieses Jahres erneut sehr gut nachgefragt.
16 Prozent mehr Pedelecs hergestellt
Die Produktion der deutschen Herstellerfirmen von E-Bikes lag laut ZIV im ersten Quartal 2025 bei rund 520.000 Fahrzeugen und damit knapp 16 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Produktion von klassischen Fahrrädern lag im selben Zeitraum bei 240.000 Fahrzeugen und damit knapp 10 Prozent über dem Vorjahr. Die Gesamtproduktion von Fahrrädern und E-Bikes lag somit bei 760.000 Fahrrädern und E-Bikes und damit knapp 13,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (Q1 2024: 670.000).
„Auch hier gilt: Die ersten drei Monate eines Jahres eignen sich nur bedingt als Indikator für eine Jahresprognose, da in diesem Zeitraum in der Regel für die Saison vorproduziert wird“, betont Burkhard Stork. „Aber die Prognose zu einem leichten Plus gegen Vorjahr bleibt auch hier bestehen. Wir sind durch die Talsohle durch.“
Export / Import stark steigend
Im ersten Quartal 2025 sind rund 182.000 Fahrräder ohne Motor aus Deutschland exportiert worden, knapp 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (146.000 Stück). Zudem wurden 156.000 E-Bikes exportiert (plus 6,8 Prozent). Insgesamt stieg der Export beider Kategorien zusammen um 15,8 Prozent auf 338.000 Einheiten.
Im ersten Quartal 2025 wurden 439.000 klassische Fahrräder und 202.000 E-Bikes importiert (plus 29,5/23, Prozent). Insgesamt ist der Import im ersten Quartal 2025 demnach um knapp 28 Prozent (640.000) gestiegen.
Ausblick: Licht am Ende des Tunnels
Der ZIV rechnet auch für das laufende Jahr noch mit einer angespannten Lage für Hersteller- und Handelsunternehmen von Fahrrädern und E-Bikes, Fahrradteilen und Fahrradzubehör. „Wir bleiben auf Kurs hin zu einer Normalisierung im Fahrradmarkt. Ab 2026 sehen wir Licht am Ende des Tunnels und damit deutliche Anzeichen für ein Ende der schwierigen Phase“, so Burkhard Stork. Gleichzeitig betonte er, dass das Vorjahr 2024 im Vergleichszeitraum sehr schwach gewesen sei, daher bewerte man die zweistelligen Wachstumszahlen noch nicht als Zeichen der Normalisierung des Marktes. Die Monate April und Mai 2025 konnten die zu Jahresbeginn stark erhoffte Markterholung nicht weiter fortsetzen, weshalb der ZIV die Frühjahrstendenz mit leicht positiv angibt.


