E-Falter Jivr feierte TCS-Ausstellungspremiere

09.04.2019
Jivr-Gründer und -CEO Martin Piatkowski mit seinem E-Falter.

Mit Jivr präsentierte sich eine neue junge E-Faltrad-Marke unter dem Conebi-Gemeinschafts-Standdach auf der Taipei Cycle Show 2019, das bereits 2012 in London gegründet wurde, laut Gründer und CEO Martion Piatkowski aber erst seit 2014 operativ tätig ist. Grund: der gebürtige Pole hat an der globalen University College London (UCL) und im Zuge eines MSC-Programms im Sektor Technology Entrepreneurship studiert. Ergebnis dieses Studiums war das nun in die Serienproduktion hergestellte kettenlose E-Faltrad Jivr.

Während die Jivr-Firmenzentrale sowie Design und Produktentwicklung laut Piatkwoski weiterhin in London bleiben, würde die Produktion sowie das Europa-Geschäft aus seiner Heimat Polen heraus gelenkt.
Worauf der laut eigenen Angaben mittlerweile 50 Mitarbeiter (davon die Mehrheit natürlich in der eigens aufgebauten Produktion im polnischen Mielec) beschäftigende Jivr-Gründer besonders stolz ist: »85 Prozent aller am Jivr eingesetzten Teile wurden speziell dafür designed. Wir sind nicht einfach nur ein weiterer Fahrrad-Produzent. 2017 haben wir Jivr erstmals offiziell vorgestellt. In diesem Jahr haben wir die Serienproduktion gestartet. Insgesamt wollen wir 2019 in Mielec circa 2.000 Einheiten produzieren.«
Auf lange Sucht würde man allerdings Ausschau nach einer Produktion in Taiwan halten. Das ist einer der Gründe, warum man erstmals auf der TCS ausstellt: »Wobei wir damit auch die asiatischen Fahrradmärkte Korea, Japan und Taiwan im Auge haben. Dort sind 20-Zoll-bereifte Modelle – egal ob mit oder ohne ‚e‘ – besonders angesagt.«
Das Modell Jivr surrt auf einen vorderen Nabenmotor los. Die Batterie befindet sich im Rahmen. Was den Antrieb betrifft, setzen Piatkowski und sein Team »wie beim Auto« auf einem im Hinterbau versteckten Mix aus Carbon-Riemen- und (Kardan-)Wellenantrieb. Jivr wiegt 18 Kilogramm und lässt sich auf das Maß 700x760x610 Millimeter (= Länge x Höhe x Breite – Breite bei gefaltetem Lenker 370 Millimeter) falten und dann rollend gut transportieren.
Jivr soll allerdings nicht nur eine reine E-Faltrad-Marke bleiben, sondern künftig mit dreirädrigen E-Bike-Lösungen und E-Scootern zur Mobilitätsmarke wachsen.
www.jivr.co

Text/Fotos: Jo Beckendorff

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten