ECF-Präsident Manfred Neun verabschiedet sich zum Jahreswechsel

13.12.2017
Tritt zum Jahresende zurück: Manfred Neun.

Schon seit April ist offiziell bekannt, dass der langjährige Präsident des europäischen Fahrraddachs European Cyclists’ Federation (ECF) Manfred Neun auf der Hauptversammlung 2018 nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung steht. Nun wurde mitgeteilt, dass er auf der letzten Vorstandssitzung darum gebeten hat, sich bereits zum Jahresende 2017 zurückziehen zu dürfen. Während Neun sich in einem öffentlichen Brief erklärte, wird der bisherige ECF-Vizepräsident Lars Strömgren offiziell zum 1.1.2018 den Job als Präsident kommissarisch übernehmen.

In einer offiziellen Mitteilung bedauert die ECF-Führung, dass Manfred Neun – alten Branchenmitgliedern auch noch als Geschäftsführer des Memminger Anbieters Fahrrad Epple bekannt – seine erfolgreiche ECF-Präsidentschaft nach mehr als 12 Jahren beendet: »Wir würdigen Manfred Neuns Leistungen in einer außergewöhnlichen Zeit des Wachstums und der ECF-Veränderungen. Er hinterlässt ein gewaltiges Erbe, das wir zusammen mit ihm als Ehrengast des Vorstands auf unserer Jahreshauptversammlung 2018 in Mailand feiern werden.« Lars Strömgren wird Neuns Position als ECF-Präsident bis zur Jahreshauptversammlung 2018 am 19. Mai kommissarisch einnehmen.
Manfred Neun selbst erklärt seinen (vorgezogenen) Rücktritt zum Jahresende damit, dass das ECF-Jahr verwaltungstechnisch dem Kalenderjahr entspricht – mit vielen Konsequenzen mit Blick auf Budget, Verantwortung etc.: »Somit ist eine Beendigung meiner Tätigkeit zum Jahresende einfacher. Ich habe das Gefühl, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist.«
Des Weiteren wolle er sich mehr seiner Familie widmen sowie mehr Zeit für Forschung und Publikationen haben. Somit wird Manfred Neun auch nicht komplett außer Reichweite des ECF sein. Schon alleine aus seinem Interesse an der ECf Scientists for Cycling Network sowie Themen wie globaler Nachhaltigkeit sieht Neun eine große Zukunft für Fahrrad-Lobbyismus und Politik. Da wird er sicherlich weiter mitreden.

Text/Foto: Jo Beckendorff

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