Fahrradmarke Fischer stellt 2019er Kollektion vor
Das Trekkingmodell Viator 5.0 i für 1.999 Euro ist mit Brose ausgestattet.

Die neuen E-Bike-Modelle von Fischer für die kommende Saison sind vorgestellt worden. Das ist es aber nicht allein: Der Hersteller MTS hat noch einiges vor mit der Marke. Um zu expandieren, wird man 2019 in ein Gebäude mit mehr Platz umziehen, mit modernen Arbeitsplätzen, großzügigem Showroom und einem eigenen Prüflabor. Das konnte ja nicht fehlen, wo doch der Velotech-Gründer Ernst Brust jetzt bei Fischer das Zepter schwingt.

Fischer war ursprünglich einer der etablierten Fahrradlieferanten der sogenannten Grünen Wiese (Baumärkte, Lebensmittelmärkte, Kaufhäuser) verschwand aber – wie auch andere Firmen – aufgrund sinkender Abnahmemengen und hohem Preisdruck. Die Marke wurde von der Inter-Union gekauft, einem Zulieferer von Fahrradteilen und Zubehör für die Grüne Wiese. Die Inter-Union wurde dann in die MTS Group (Marken, Technik, Service) integriert, die heute zur DB-Schenker gehört.

Neubau kommt 2019

Die MTS Group errichtet derzeit in Rülzheim bei Landau einen Neubau mit 6.500 Quadratmetern Nutzfläche, der besonders moderne Arbeitsplätze, einen großzügigen Showroom und ein modernes Prüfzentrum beinhalten soll. Bei MTS arbeiten 700 Mitarbeiter an zehn Standorten, der Umsatz liegt bei 400 Millionen Euro. Das Fischer-Team umfasst ein gutes Dutzend Mitarbeiter. Zuletzt wurden jährlich 50.000 E-Bikes verkauft.
Fischer ist mittlerweile eine reine E-Bike-Marke. Hergestellt werden die Modelle bei Sprick kurz hinter der deutsch-polnischen Grenze, der Vertrieb erfolgt nach wie vor an die großen Gruppen wie Metro.
Als ausgewiesener Fachmann für Qualität wurde Ernst Brust zum Geschäftsführer berufen. Der Gründer der Prüffirma Velotech war nach vollzogenem Generationswechsel in seinem Unternehmen nun frei für neue Aufgaben. Er soll als Bereichsleiter die Marke Fischer auf ein höheres Level heben. Die Idee eines eigenen Prüfzentrums kam von ihm.

Modelle auch über 2.000 Euro

Die 2019er Modelle sollen das neue Anspruchsniveau untermauern; von den bisherigen Modellen unterscheiden sie sich durch neue Bezeichnungen. Die Modellreihen Cita, Viator, Montis und Terra stehen für Citybikes, Trekkingbikes, MTBs und ATBs mit Motor.
Es soll aber dabei bleiben, dass die E-Bikes ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Preise deutlich unter 2.000 Euro findet man auch bei den neuen Linien, die aber durchaus hochwertig ausgestattet sind. Wert gelegt wurde auf ein modernes, schnittiges Design.

Mit Brose-Motor und Fischer-App

Nun kommt also Brose als dritter Motor neben einem mit »Fischer« gebrandeten Mittelmotor (von einem chinesischen Hersteller) und einem Nabenmotor von Bafang zum Zuge. Außerdem hat das Fischer-Produktmanagement eine eigene App entwickelt, mit der man unter anderem navigieren kann. Diese App gibt es nicht nur für den Fischer-eigenen Motor, man will sie auch mit den Brose-Motoren Drive S und Drive C verknüpfen.
Weiterhin zeigte das Fischer-Team den Prototypen eines kompakten Lastenrads. Das Modell wird aber erst in einem Jahr fertig sein, der Preis soll mit Motor unter 3.000 Euro bleiben.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe des RadMarkt.
Text/Fotos: Michael Bollschweiler

 

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