»Schweriner Versuch«: Fahrrad für Pendler am sinnvollsten

17.01.2013

Unter dem Titel »Schweriner Versuch« führten die Firmen Ecolibro,TÜV Nord und Bodymonitor im Auftrag der Hochschule Wismar eine bundesweite wissenschaftliche Untersuchung durch, die erstmals Pkw, Roller, Pedelec und Fahrrad in einen Verkehrsmittelvergleich einbezieht. Das Ergebnis: Fahrrad und Pedelec sind die sinnvollsten Pendlerfahrzeuge im Stadt-Umland-Verkehr...

Der Abschlussbericht des Schweriner Versuchs wurde jetzt dem Beirat Radverkehr im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vorgestellt. Untersucht wurde, welche wesentlichen Vor- und Nachteile die verschiedenen Verkehrsmittel auf dem täglichen Weg zur Arbeit bieten.
Dafür fuhren acht Testfahrer zwei Wochen lang werktäglich in den Hauptzeiten des Berufsverkehrs die 6,5 - 8 Kilometer lange Strecke und nutzten dabei folgende Verkehrsmittel:
- Pkw (Benzin)
- Pkw (elektrisch)
- Motorroller (Benzin)
- Motorroller (elektrisch)
- Fahrrad
- Pedelec (Elektrofahrrad)
- ÖPNV (zu Fuß zur/von der Haltestelle)
- ÖPNV (mit dem Fahrrad zur Haltestelle)
Für die Messung relevant waren Parameter wie Zeit, Kosten, Energieverbrauch, CO2-Ausstoß, Stress, körperliche Bewegung. Sie begann beim Verlassen des Hauses und endete mit der Herstellung der Arbeitsbereitschaft am Arbeitsplatz. Zeiten für das Parken der Fahrzeuge oder das Ablegen regennasser Kleidung wurden mit einbezogen.
Für die Bewertung wurden drei Perspektiven von Berufspendlern herangezogen: die Umwelt- und Gesundheitsbewussten, die Zeit- und Komfortbewussten sowie die Kostenorientierten. Im Ergebnis waren letztendlich für alle Pendlerprofile das Fahrrad und das Pedelec auf den ersten Plätzen, meist gefolgt vom elektrischen Motorroller.
Logischerweise ist die Wahl des am besten geeigneten Verkehrsmittels sehr von der Sichtweise des Pendlers abhängig. Hierzu heißt es im Abschlussbericht: »Wird der Fokus auf die Umwelt und die eigene Gesundheit sowie die Kosten gelegt, ist das Fahrrad zu bevorzugen. Stehen die Zeit und der Komfort im Vordergrund, so empfiehlt sich das Pendeln mit dem Pedelec. Bei der Befürwortung sind jedoch auch Faktoren zu beachten, die über die gemessenen Daten hinausgehen, wozu im Wesentlichen das Bedürfnis nach Witterungsschutz, eine höhere Transportkapazität und die Privatsphäre zählen. Wem diese Faktoren wichtig sind, der erreicht durch einen bewussten Wechsel auf den ÖPNV oder den Pkw an Schlechtwettertagen die höchstmögliche Effizienz
Der Pkw ist in der Untersuchung das teuerste Verkehrsmittel, das auch den höchsten Energieverbrauch und CO2-Ausstoß hat. Unbestritten ist hier allerdings der Schutz bei schlechtem Wetter und die Möglichkeit mehrere Personen und Lasten unkompliziert befördern zu können.

RM-Kontakt:
www.ecolibro.de
 

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