2018: für Peugeot Motocycles ein erfolgreiches Jahr des Aufbruchs

28.01.2019
Aus Peugeot Scooters wurde Peugeot Motocycles.

Im Oktober letzten Jahres berichtete der RadMarkt im Zuge des Motorrad-Comebacks von Peugeot über die Zukunftsvisionen der Franzosen in Sachen urbaner zwei- und dreirädriger Mobilitätsprodukte. In diesem Zusammenhang kam es auch – obwohl das aktuelle Modellprogramm seinen Fokus auf Premium-Motorroller und Elektromobilität  setzt - zu einer Umbenennung der Marke Peugeot Scooters zu Peugeot Motocycles. Laut Meldung von Peugeot Motocycles Deutschland hat die Weichenstellung bereits 2018 Wirkung gezeigt. »Parallel zu der offiziellen Ankündigung einer Neuausrichtung der traditionsreichen Marke im vergangenen Herbst konnte Peugeot Motocycles seine zukünftigen Ambitionen bereits im ersten Jahr deutlich unterstreichen«, heißt es aus der Deutschland-Zentrale in Mörfelden-Walldorf.

Der Erfolg basiere auf mehreren Säulen. Da ist zum einem das bereits genannte aktuelle Modellprogramm mit Fokus auf Premium-Motorroller und Elektromobilität. Zum anderen sei aber auch das Motorrad-Comeback gut angekommen. Zudem habe man nach erster Umsetzung des Marken-Strategieplans, der auch zur Umbenennung der Marke Peugeot Scooters zu Peugeot Motocycles führte, zu einer verstärkten Marktpräsenz außerhalb Europas – genauer gesagt in Asien und Nordamerika – geführt. Last but not least sei die Einführung der neuen CI auch mit einer Verbesserung des Kundenerlebnisses im Handel einhergegangen.
Was die Peugeot Motocycles Deutschland GmbH betrifft, hätten sich deren Aktivitäten im abgelaufenen Jahr erweitert: »Nach dem Rückzug des langjährigen Importeurs in Österreich hat die deutsche Niederlassung auch den Vertrieb und Service von motorisierten Zweirädern im Nachbarland übernommen. Gestartet wurde im Juni mit insgesamt 60 Vertragspartnern«, heißt es aus der deutschen Firmenzentrale.
Was den hiesigen Markt 2018 betrifft, spricht Peugeot Motorcycle Deutschland nach der Neuausrichtung  der Marke von einer »signifikanten Steigerung der Marktanteile in allen Segmenten und höheren Zubehörumsätzen«. Man habe in allen Segmenten des deutschen Rollermarktes die Präsenz signifikant ausbauen können.
Laut IVM-Zahlen hat Peugeot Motocycles bei den 50 ccm-Zwei- und Dreirädern seinen Marktanteil in Deutschland gegenüber dem Vorjahr 2017 um 4,5 auf nunmehr 26,5 Prozent hochfahren können. Bei den Zwei- und Dreirädern mit über 50 ccm wuchs der Marktanteil um 1,7 auf nunmehr 6,7 Prozent an: »Zu diesem fast schon historischen Erfolg trugen insbesondere die neuen Modelle Belville 125/200 (Großrad-Roller) und Speedfight 125 (Sportroller) bei.« Die Dreirad-Roller Metropolis 400 sowie das Neo-Retro-Modell Django 125/150 wuchsen ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um 30 bzw. 8 Prozent. Nicht zu vergessen der Zubehörbereich mit seinem Umsatzwachstum von 20 Prozent.
Dazu Peugeot Motocycles Deutschland GmbH-Geschäftsführer Volker Klein: »Unter unserer neuen Markenführung von Costantino Sambuy haben wir in den vergangenen Monaten extrem an Tempo gewonnen. Wir haben erkannt, dass wir der Marke in der Wahrnehmung der Kunden ein neues und klares Gesicht geben müssen. Dafür haben und werden wir auch noch sehr viel investieren. Wichtig ist dabei, dass auch unsere Vertragspartner diese Aufbruchstimmung spüren und wir die hervorragenden Ergebnisse vom Vorjahr in 2019 noch ausbauen können. Argumente haben wir dabei ausreichend: neben der kompletten 2-Takt 50 ccm-Palette, dem neuen GT-Roller Pulsion bekommen wir in Kürze auch unseren nächsten Roller mit Elektronantrieb, den e-Ludix.“
Übrigens: Seit Januar 2015 gehört eine Mehrheit von Peugeot Motocycles – genau genommen 51 Prozent - zur Mahindra Two Wheelers Limited. Die ist wiederum eine Tochtergesellschaft des indischen Automobilhersteller Mahindra & Mahindra Limited.

Text: Jo Beckendorff, Abb. und Foto: Peugeot Motocycles

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