Büchel errichtet neue Produktionsstätte nach Industrie-4.0-Standard

21.06.2019
Nur 500 Meter vom alten Standort in Barchfeld baut Büchel ein neues Werk.

Im thüringischen Barchfeld entsteht aktuell eine neue Produktionsstätte des Teile- und Zubehörherstellers Büchel, der damit ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland geben will. Bereits im September dieses Jahres soll die Herstellung von Speichen, Nippeln, Radschützern und anderer Komponenten für Fahrräder und Pedelecs am neuen Standort aufgenommen werden.

Bei dem Neubau der Produktions- und Lagerhalle auf insgesamt 10.000 Quadratmetern Fläche dreht sich alles um die Digitalisierung und Automatisierung der Produktion. »Industrie 4.0 ist für uns nicht länger ein Schlagwort. Wenn wir schon einmal neu bauen, dann mit topmodernen Produktionseinheiten«, erläutert der Barchfelder Geschäftsführer Ullrich Blanc. Zug um Zug werde die Unternehmensstrategie der Büchel-Gruppe »Made in Germany - Qualität aus Deutschland« umgesetzt.
Das Unternehmen Büchel ist schon länger in Barchfeld vertreten. Der bisherige Standort, der gerade einmal 500 Meter Luftlinie entfernt liegt, soll zukünftig ausschließlich der Büchel-Tochter HMM Kunststofftechnik vorbehalten bleiben. Seit 2006 werden hochwertige Kunststoffteile und Baugruppen für die Automobil-, Fahrrad-, Elektro-, Konsumgüterindustrie, sowie Medizintechnik produziert. Das Unternehmen ist unter anderem nach der Automobilnorm IATF 16949-2016 zertifiziert. »Ein Neubau wurde vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach Kunststoffteilen notwendig, die Produktion von Fahrradzubehör musste umgesiedelt werden«, teilt das Unternehmen mit.
Büchel investiert nach eigenen Angaben in den Neubau rund drei Millionen Euro, die Ausstattung wird mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt. »Damit ist die komplette digitale Vernetzung gewährleistet, wir erhalten einen wesentlich höheren Output und können gleichzeitig neue Stellen schaffen«, so die Geschäftsleitung. Für den Unternehmer Erhard Büchel ist damit ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gewährleistet: Produktionssegmente aus China zurückzuholen. Möglichst viele Produkte sollen in Deutschland produziert werden und nur das Notwendigste in Asien.


Fotos: Büchel
 

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