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Groupe PSA startet Joint-Venture für E-Motoren mit Nidec
Gründen Joint-Venture: Groupe PSA und Nidec Leroy-Somer.

Gestern (24. Mai) gaben der französische Automobilhersteller Groupe PSA und der Nippon E-Motor-Spezialist Nidec Leroy-Somer Holding offiziell bekannt, einen Joint-Venture »für die Konstruktion, Entwicklung, Produktion und den Verkauf elektrischer Traktionsmotoren« aus der Taufe zu heben. Für den Aufbau des Joint-Venture werden insgesamt 220 Millionen Euro investiert. Sein Name: Nidec-PSA emotors.

Mit diesem Joint-Venture will Groupe PSA seine bereits angelaufene Elektrifizierungsoffensive ankurbeln, die bis zum Jahr 2015 elektrifizierte Versionen aller PSA-Modelle (Marken Citroën, DS, Opel, Peugeot, Vauxhall) vorsieht. Gemeinsam will man neue elektrische Traktionsmotoren entwickeln, die im Werk Trémery im französischen Département Moselle »für den Einbau in Mild-Hybrid-Elektrofahrzeuge (MHEV), Elektrofahrzeuge (EV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV)« produziert werden.
Unterzeichnet wurde die Zusammenarbeit von Groupe PSA-CEO Carlos Tavares auf der einen und Nidec-CEO Shigenobu Nagamori auf der anderen Seite. Beide betonten die strategische Bedeutung hochleistungsfähiger Traktionsmotoren für Fahrzeuge mit Elektroantrieb.
Laut Pressemeldung wurden bereits 40 Ingenieure am Sitz des Joint Venture in Carrières-sous-Poissy in der Nähe von Paris eingestellt. Für den Standort, der über einen eigenständigen Forschungs- und Entwicklungs-Bereich verfügt, ist die Einstellung von dreißig weiteren Ingenieuren bis zum Ende des Sommers geplant.
Nidec ist übrigens auch im E-Bike-Sektor aktiv. Seit 2012 ist Nidec Copal Electronics Inc. – wie Nidec Leroy-Somer Holding auch ein Unternehmen unter dem Dach des börsennotierten Nippon-Multis Itochu Corporation –  mit einem E-Bike-Kit im heimischen Markt. Und im letzten Jahr stellte Nidec Copal Electronics auch erstmals einen E-Bike-Mittelmotor für den internationalen Markt vor. Wie der RadMarkt auf der Eurobike 2017 von Nidec erfuhr, wurde besagter Mittelmotor sowohl in einer europäischen bis zu 25 km/h- als auch einer US-amerikanischen bis 20 Meilen-Version angeboten. Und für die Saison 2019 versprach man einen allerersten Motor für S-Pedelecs (bis 45 km/h), der »dasselbe Gehäuse, aber innen eine ganz anderen Aufbau« haben soll. Des Weiteren arbeitet man an einem extrem kleinen Mittelmotor, der zusammen mit der Batterie im unteren Rahmenrohr von Renn-, Falt- und Kompakträdern unterkommen soll. Seine Maße: 15,6 x 10 Zentimeter. Der wird sicherlich auf der diesjährigen Eurobike am Itochu-Stand präsentiert.

Text: Jo Beckendorff, Foto: Groupe PSA

 

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