Händler helfen Händlern: Händlerinitiative in Corona-Zeiten

23.03.2020
Händler helfen Händlern-Logo.

Die Corona-Pandemie lenkt den (Fahrrad-)Handel in eine Existenzkrise. Perspektivisch denken und handeln ist notwendig, um aus dieser Krise heraus zu kommen. Aus diesem Grunde haben sich jetzt führende Köpfe aus mittelständischen Fahrrad-Handelsunternehmen zusammengetan und ehrenamtlich die Initiative »Händler helfen Händlern« gestartet.

Unter Leitung von Rose Bikes-CEO Marcus Diekmann wird eine LinkedIn-Gruppe als Wissensplattform aufgebaut, die betroffene Unternehmer informiert und untereinander vernetzt. Gemeinsam sollen jetzt viele Händler aus dem Mittelstand und größere Unternehmen als weitere Unterstützer für die Initiative gewonnen werden. Partner und Unterstützer der Initiative sind bislang die Händler Rose Bikes und BabyOne, Shopsoftware-Hersteller Shopware, das IFH Köln sowie die Medienpartner Handelsblatt, Textilwirtschaft, Internet World Business, Neuhandeln, Location Insider und Changelog.blog.
Fakt ist, dass die Corona-Krise den Handel vor massive Herausforderungen stellt. Unsere Konsumgesellschaft befindet sich in einer Vollbremsung. Somit ist ein Crash für Handelsunternehmen absehbar. Das trifft den Handel in seiner Grundstruktur, teilweise sogar in seiner Existenz. Dazu Dieckmann: »Nur wenn wir jetzt gemeinsam handeln, sind wir in der Lage, die Krise zu überwinden. Dazu braucht es Kreativität und Wissenstransfer der Unternehmer, egal ob aus welchem Segment sie kommen – ob stationär oder online, Mittelstand oder Konzern, Traditionsunternehmen oder Start-Up.«
Somit hat Marcus Diekmann zusammen mit Anna Weber (BabyOne), Vera Vaubel (changelog.blog) , Tim Böker (Rose Bikes), Sebastian Bomm (Rose Bikes) und Jan Weischer (BabyOne) eine Initiative ins Leben gerufen, die den Handel in diesen schweren Zeiten vernetzen soll. Dafür wurde zunächst eine LinkedIn-Gruppe gegründet. Ziel ist es jetzt, gemeinsam viele Händler aus dem Mittelstand und größere Unternehmen als weitere Unterstützer zu gewinnen
»Für mittelständische und große Unternehmen ist die aktuelle Situation sehr herausfordernd. Wir von Rose Bikes haben allerdings den Vorteil, dass wir selbst bereits sehr gut mit vielen Händlern vernetzt sind, ebenfalls mit Banken und Institutionen«, erläutert Diekmann, »dieses Wissen wollen wir nun solidarisch teilen. Wir sind überzeugt, dass es jetzt die Zeit ist, gemeinsam zu handeln. Wir wollen helfen und sind selbst auf Hilfe aus dem Händler-Netzwerk angewiesen.«
Ziel der Initiative sei es, »im ersten Schritt zur Existenzsicherung Informationen rund um Hilfsprogramme und -fonds von Land, Bund, EU, Banken, KFW oder sonstigen Einrichtungen zu teilen und sich über möglichen Maßnahmen, wie zum Beispiel Liquiditätsprogramme oder Steuererleichterungen auszutauschen. Im zweiten Schritt geht es darum, über sich hinaus zu wachsen: Die Schockstarre schnell überwinden, das Momentum nutzen, kreativ werden und Impulse für neue Businessmodelle sammeln«. Dazu nich einmal Dieckmann abschließend: »Wir müssen den betroffenen Unternehmen in dieser Krise eine Zukunft geben. Und das zielgerichtet, seriös, valide und auf Augenhöhe, von Händlern für Händler.«
Mehr Informationen finden Sie hier. Um Mitglied der LinkedIn.Gruppe zu werden, gehen Sie bitte auf diesen Link.

Text: Jo Beckendorff/Händler helfen Händlern
 

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