Lastenradhersteller Ca Go: Crash-Test bestätigt Sicherheitskonzept

13.09.2021
Ca Go hat sein Lastenrad einem Crash-Test unterziehen lassen. Das Sicherheitskonzept hielt, was es verspricht.

Der Koblenzer Lastenradhersteller Ca Go hat für sein Lastenrad FS 200, das seit 2020 mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept angeboten wird, einen unabhängigen Gutachter mit einem Crash-Test beauftragt. Dabei ging es auch um das Verletzungsrisiko für Kinder bei einem möglichen Unfall.

Anstoß für diesen Auftrag gab ein Crash-Tests mit Lastenrädern, der von der Basler Versicherung und AXA im Juli 2020 erstmals vorgenommen wurde. Das Testergebnis zeigte ein besonders hohes Verletzungsrisiko für die mitfahrenden Kinder. Auch der aktuelle Test des ADAC beschäftigt sich mit dem Thema Sicherheit beim Kindertransport und konstatiert je nach Art des Fahrzeugs unterschiedliche Gefahrenquellen.
Schon bei der Konzeption des Modells FS 200 hat das Unternehmen mit Gründer und Geschäftsführer Franc Arnold auf das Thema Sicherheit besonders Augenmerk gelegt. Mit den Ergebnissen des unabhängigen Sachverständigenbüros Steinacker beim CTS Crashtest-Service (Münster) mit dem gleichen Versuchsaufbau der Basler Versicherung sehen sich die Koblenzer bestätigt. Der Aufprall hätte zu einer geringen Beschleunigung des Kopfes geführt und die Kinder seien einem geringen Verletzungsrisiko ausgesetzt, meldet der Lastenrad-Hersteller. Im Vergleich würden die Grenzwerte für die Zulassung von Motorradhelmen eine 7,5-fach höhere Maximalbeschleunigung des Kopfes zulassen, um als sicher zu gelten.
Die Ca-Go-Entwickler haben bei CTS zudem aus dem Alltag abgeleitete Versuche für den Seitenaufprall sowie für das Umfallen des Rades aus dem Stand durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten auch hier niedrige Beschleunigungswerte des Kopfes und des Körpers.
Bei den oben genannten Tests wurden auch die Rückhaltesysteme kritisiert. Beim FS 200 hätten sie in allen Versuchsaufbauten zuverlässig gehalten, die Kopfstützen und der Ortho-Safety-Collar (als Zubehör bei Ca Go erhältlich) ein Überstrecken des Nackens verhindert und die Fahrgastzelle Energie absorbiert. Ca Go hat eigenen Angaben zufolge als bislang einziger Hersteller Sitze mit Fünf-Punkt-Gurtsystemen und höhenverstellbaren Kopfstützen verbaut, die sich an den Anforderungen von Kindersitzen im Automobilbereich orientieren.
Die Crash-Test-Ergebnisse überzeugten auch den unabhängigen Gutachter Dr. Ing. Tobias Steinacker, öffentlich bestellter Vereidigter Sachverständiger für Straßenverkehrsunfälle, vom Sicherheitskonzept des Ca Go FS 200. Für ihn ist vor allem der Ortho-Safety-Collar mit Ähnlichkeit zum Rennsport eine hervorragend umgesetzte Idee, die passive Sicherheit der transportierten Kinder zu steigern.
Fotos: Ca Go
 

 

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