Nationale Plattform E-Mobilität bündelt Kräfte: Alpha-Laion setzt auf Lithium-Ionen-Technologie

17.01.2013

Zusammen mit den Partnern BASF SE, Wacker Chemie AG, SGL Group, Daimler AG und BMW AG hat die Robert Bosch GmbH als Projektleiter das Verbundprojekt Alpha-Laion zur Entwicklung von (Lithium-Ionen-)Hochenergie-Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge gestartet. Alpha-Laion wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über drei Jahre mit 13 Millionen Euro gefördert. Zudem erbringen die oben genannten Konsortialpartner Eigenleistungen in Höhe von rund 19,5 Millionen Euro. Insgesamt gilt Alpha-Laion zu den Vorzeige-Projekten der Nationalen Plattform Elektromobilität...

„Elektromobilität ist ein wichtiger Schlüssel zur klimafreundlichen und nachhaltigen Umgestaltung der Mobilität. Das ist Kernpunkt der Nationalen Plattform für Elektromobilität, die sich aus den wichtigsten industriellen und akademischen Partnern Deutschlands zusammensetzt und der Vision folgt, Deutschland bis 2020 zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu machen“, heißt es in einer Pressemitteilung nach dem Auftaktmeeting des Verbundsprojekts (Bild: Gruppenbild der Verbundprojekt-Partner von Alpha-Laion unter Federführung der Projekt-leitenden und auch im E-Bike-Bereich gut mitmischenden Robert Bosch GmbH). Dabei sei es von zentraler Bedeutung, „die Technologieführerschaft im Bereich elektrochemischer Zellen und Batterien und eine integrierte Produktion am Standort
Deutschland zu etablieren“.
Das bereits 2012 ins Leben gerufene Verbundprojekt Alpha-Laion will sich den Problematiken der gegenwärtigen Batterie-Technologie stellen. Dabei geht es unter anderem um die Reichweite von E-Fahrzeugen und die Kosten des Energiespeichers. Das seien die wichtigsten Kennzahlen, die der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen. Tatsache ist: Noch ist zumindest die vierrädrige E-Mobilität nicht so ins Rollen gekommen wie erhofft.
Ziel der gemeinsamen Entwicklung seien hochwertige Lithium-Ionen-Zellen mit besonders hoher Energiedichte „auf Basis innovativer Materialen für Kathoden, Anoden, Separatoren und hochvoltstabile Elektrolyte“. Eine Kombination dieser neuen Bestandteile ermögliche zukünftig „ein ganz neues elektrochemisches System für den Einsatz in einer Lithium-Ionen-Zelle. Nur durch die richtige Materialkombination, das geeignete Zelldesign und eine an die neuen Werkstoffe angepasste Prozesstechnologie können die Speichereigenschaften der neuen Lithium-Ionen-Zelle optimal genutzt und eine hohe Langzeitbeständigkeit erreicht werden“.
So erhofft man, schon bald Lithium-Ionen-Zellen mit einer Energiedichte von über 250Wh/kg zu realisieren: „Damit kann die Reichweite von kompakten Elektroautos signifikant auf 250 bis 300 Kilometer gesteigert werden.“

Text: Jo Beckendorff/Robert Bosch GmbH


 

 


 

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