Smarter Helfer im Notfall: Tocsen Sturzsensor für Mountainbiker

20.11.2018

Ein Notfallsystem für Mountainbiker, das im Falle eines Sturzes einen Notruf absetzt, will das Freiburger Startup Tocsen 2019 herausbringen. Noch bis zum 4. Dezember 2018 läuft der Vorverkauf des Sturzsensors Tocsen auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.

Der Tocsen-Sensor ist so groß wie ein paar gestapelte Zwei-Euro-Stücke, wird per Montageband an jedem beliebigen Helm befestigt und kommuniziert mit einer App auf dem Smartphone. Der Sensor erfasst schwere Stürze anhand von Aufprallstärke und Bewegungsmuster und sendet im Ernstfall eine Nachricht an das Smartphone des Nutzers. Wenn der nicht antwortet, setzt Tocsen einen automatischen Notruf an hinterlegte Kontakte und schickt dabei die GPS-Daten mit, damit zum Beispiel die Bergwacht den Verletzten schnell findet. Zusätzlich werden alle Tocsen-Nutzer in der Nähe alarmiert.
Die drei Jungunternehmer Alexander Schumacher, Andreas Botsch und Malte Buttjer sind selbst Mountainbiker. Ein Unfall im Freundeskreis brachte sie auf die Idee. Der Freund war alleine unterwegs, erlitt bei einem Unfall trotz Helm einen Genickbruch und lag bewusstlos im Wald, bis Wanderer ihn fanden und er gerettet wurde. Sie wollen erreichen, dass nicht länger der Zufall entscheidet, ob und wann ein verunfallter Mountainbiker im Wald gefunden wird.  Der Sensor soll zum Verkaufspreis von 75 Euro angeboten werden. Die Tocsen App gibt es für alle Kunden kostenlos und werbefrei.
Die angepeilten 13.500 Euro haben die Tocsen-Gründer mit der Crowdfunding-Kampagne in den ersten Tagen schon weit überschritten und auch schon im Vorfeld berichtete Geschäftsführer Alexander Schumacher von beachtlicher Resonanz: »Seit wir mit Tocsen an die Öffentlichkeit gegangen sind, erhalten wir enormen Zuspruch aus der Mountainbike-Szene.«
Die erste Serie über Crowdfunding zu finanzieren war für das Startup eine bewusste Entscheidung: »So können wir die Nutzer von Anfang an involvieren und eine Community aufbauen«, meint Mitgründer Andreas Botsch.

Das Crowdfunding auf Startnext funktioniert im Prinzip wie eine Vorbestellung: Wer das Projekt unterstützt, sichert sich einen der ersten Tocsen Sturzsensoren mit bis zu 40 Prozent Ersparnis. Die erste Auslieferung ist für April 2019 geplant.

www.tocsen.com
www.startnext.com/tocsen/dankeschoens/
 
vz/Bilder: Tocsen

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