TCS Demo-Day 2018: Aussteller mit Fokus Asien-Markt

09.11.2018
Nicht auf der Messe selbst, aber auf dem Demio Day vor Ort: Klever.

In diesem Jahr hatte Taipei Cycle Show-Organisator Taitra nach der Demo-Day-Premiere 2017 zum zweiten Mal am Vortag der Messe zum Test-Day geladen. Somit stellten am 30. Oktober an die 20 Unternehmen ihre Neuheiten auf der Taipei Huanzhong Campsite aus – und luden zum Testen ein.

Die ausstellenden Unternehmen, die fast ausschließlich aus Asien kamen, hatten allerdings auch mehr oder weniger ein Produktportfolio vor Ort, mit dem sie eher in Asien als Europa oder Amerika punkten. Hier wollen wir Ihnen drei ausgesuchte vorstellen:

Coast Cycles
Der junge Anbieter aus Singapur setzt auf ausgefallene urbane Bikes, mit denen man in der Stadt sicherlich Aufmerksamkeit auf sich zieht. In diesem Sinne ist auch das neue E-Modell »Buzzraw X« mit Bafang-Hinterrad-Nabenmotor (1. Bild unten) zu sehen. Aus europäischer Sicht könnte man auch von einer neuen Form des guten alten Bonanzarads sprechen.
Das verrückte daran: Laut Coast Cycles-Gründer und Geschäftsführer Jansen Tan (Bild) darf er dieses Modell gar nicht auf seinem Heimatmarkt Singapur verkaufen: »Bei uns muss ein Fahrrad unter 20 Kilogramm wiegen. Alles was darüber liegt, gilt nicht mehr als Fahrrad.« Und mit den von den Coast-Machern eingesetzten dicken Reifen wiegt dieses Modell nun einmal mehr als besagte 20 Kilogramm. Von denen ist Tan auch nicht abzubringen. »Dieses neue E-Modell ist mit dünnen Reifen einfach nicht cool«, meint er dazu.
Sowohl auf dem Demo Day als auch auf der Messe selbst war Coast Cycles auf der Suche nach weiteren Landesdistriubuenten. Momentan geht man noch direkt, weiß aber auch, dass man langfristig nur mit Landespartnern etwas gemeinsam aufbauen kann. Was den fragenden RadMarkt-Redakteur dann doch überraschte: Der größte Coast Cycles-Markt ist derzeit – Frankreich.
www.coastcycles.com

Magura-Asia
Der deutsche Bremsenspezialist war über seine in Taiwan ansässige Tochtergesellschaft Magura-Asia vor Ort. Trotzdem hatten die Bad Uracher Mitarbeiter aus der Heimat geschickt. Produktmanager und Tech-Supporter Bernd Kästle (2. Bild unten) nutzte die Gelegenheit für eingehende Schulungen sowie Treffen mit weiteren Distributionspartnern – wie zum Beispiel mit Paul Huang (2. Bild unten links), Geschäftsführer des Magura-Vertriebspartners Bikes n Bites in Singapur.
www.magura.de

Lekuma 
Taiwans Anbieter Lekuma Technology Inc. präsentierte auf dem Demo Day das laut Eigenangaben »kleinste E-Bike der Welt« (3. Bild unten). Das Short-Distance-Modell »E Go« mit 10-Zoll-Bereufung lässt sich nicht nur in drei Sekunden falten (Faltmaß 82x55x30 Zentimeter - 4. Bild unten) und dann auf am Gepäckträger angebrachten Rollen schieben, sondern kann laut Marketing-Manager Pier Wang (Bild) auch mit seiner Batterie in den Flieger genommen werden.
Denn, so Wang: »Alle Akkus unter 100 Watt dürfen mit ins Flugzeug.« Der Akku des E-Mini-Falters hat nur 98 Watt. Und reicht somit auch gerade einmal für 15 Kilometer Reichweite.
Stolz sind Wang und sein Team auch auf den Aluminium-Rahmen. Mit ihm bringt »E Go« gerade einmal 10 Kilogramm auf die Waage. Bestens fahrbar soll der Mini-Falter für Menschen mit Körpergrößen zwischen 140 bis 190 Zentimeter sein. Es gibt allerdings ein Gewichtslimit von 110 Kilogramm. Wie auch immer: Mit diesem Modell wird Lekuma eher in Asien als Europa und Amerika punkten.
www.lekumabike.com/en

Text/Fotos: Jo Beckendorff

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